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Double Feature
QUEST & THE PAIN… THE PURSUIT…

 

Performance Fotos monsun theater


   

QUEST
Für die Aufführung Quest begibt sich das Künstlerkollektiv KORNBLUM-RETTENMUND mit dem Künstler und Musiker Christoph Rothmeier auf eine Held*Innenreise in die dunklen Gefilde des Weltraums und des Tülls und öffnen ihre Recherche den Aspekten einer klingenden Bühne. Sie verknüpfen die Bahnen unterschiedlich beschaffener Gewebe und folgen dem Ruf des Abenteuers. Quest – Schüttgüter und Sternenstaub ist das Destillat einer sechsmonatigen Recherche. Eine Suche in zwölf Kapiteln nach dem Tanz der neuen Beine. Der Weg führt entlang einer steilen Wand in erdige Ackerfurchen.
Fragmente, in denen sich das Licht bricht, öffnen den Raum in vielfältige Richtungen und zeigen den zugleich verletzlichen wie unbesiegbaren Körper.
Die Versuchsanordnung wird zum Wagstück: nicht zu wissen. Ein eigenes Maß finden. Flügellahm. Wie lange hält eine Pause? Ist dies der Moment, in dem aus einem Blick Tanz wird? Wir untersuchen die Aussparungen, das Weglassen, das Ende des Wissens. Dort, wo der Weltraum zu Ende ist, fängt etwas Neues an. Wenn ein Kapitel geschrieben ist, entsteht ein neues. Immer.
Quest ist das Ergebnis einer Residenz und das erste abendfüllende Stück von dem Kollektiv Kornblum-Rettenmund im Rahmen des Programms Making a Difference – Tanzpakt Stadt Land Bund, das sich für eine Veränderung der Berliner Tanzszene durch eine selbstbewusste und sichtbare Community von Tanzschaffenden mit Behinderung einsetzt.

THE PAIN… THE PURSUIT
Ob viszeral oder somatisch, ob pochend oder brennend, ob dumpf oder stechend, ob zermürbend und alles einnehmend oder als ein nahezu lautloser Grundton des täglichen Lebens: wir alle kennen Schmerzen. Diese komplexe Sinnesempfindung, die in Folge einer körperlichen oder mentalen Verletzung auftritt, wirft uns zurück in die Einsamkeit unserer Existenz.
Angesichts der persönlichen Erfahrung als Tänzer laufend an körperlichen Schmerzen zu leiden, begann Akiles nach der schockierenden Diagnose einer Multipler Sklerose mehr über seinen damit in Verbindung stehenden weiteren beruflichen Weg nachzudenken. Konfrontiert damit, ganze Tage und Nächte in Begleitung quälender Schmerzen durchzuhalten, wurde ihm klar, dass es für ihn ein Muss ist, diesem Problem aktiv zu begegnen. Dies bedeutete für ihn, trotz der anhaltenden Schmerzen zu tanzen und zu choreographieren und auf diese Weise zu versuchen spirituell einen besseren Zustand zu erreichen. Es ist sinnlos darauf zu warten, dass der Schmerz vergeht, denn er wird nicht von selbst vergehen, er ist an die eigene Reflexion gebunden; die Auflösung war zu lernen den Schmerz hinaus zu tanzen. Akiles konzentriert sich auf den Moment des Schmerzes; die Pause, wenn man aufhört ihn zu erdulden und beschließt, ihn zu teilen und auf die Bühne zu bringen.

Das Gastspiel wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

 

Foto
Yuko Nakajima
Dieter Hartwig

Performance
Tamara Rettenmund
Muhamed Al-Agaili (Akiles)

Choreografie & Konzept
Tamara Rettenmund
Muhamed Al-Agaili (Akiles)
Amelie Hensel

Bühne
Amelie Hensel 

Coaching
Sigal Zouk
Jared Gradinger 

Musik & Sound Design
Christoph Rothmeier  

Sound
Nils Plambeck

Künstlerische Mitarbeit
Lea Martini

Produktionsassistenz
Sirine Malas

Sonntag
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15.12.2019
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20:00 Uhr
       
         
VVK 15,90 € І 13,40 € · AK 16,50 € І 14,00 €